22.10.2026 · Amtsschimmel
Berater statt Beamte? Neue Sonderausstellung und Mitmachen-Seite
Die Bundesministerien gaben 2023 rund 239 Millionen Euro für externe Beratung aus. Der Amtsschimmel fragt, warum Häuser mit eigenem Fachpersonal so oft Beratungsfirmen beauftragen, und zeigt, wie jeder selbst nachfragen kann.
Die neue Sonderausstellung im Amtsschimmel stellt zusammen, was über externe Beratung in den Ministerien öffentlich belegt ist: die Ausgaben laut dem Bericht des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss, die Begründungen der Ministerien in Antworten auf parlamentarische Anfragen und die Befunde des Bundesrechnungshofs, der seit mehr als zehn Jahren vor Abhängigkeit von externen Dienstleistern warnt.
Viele der großen Auftragnehmer gehören zu internationalen Konzernen und Netzwerken, deren Dachgesellschaften in London, Dublin oder New York sitzen. Die Ausstellung nennt sie mit Quelle und erklärt, warum das allein kein Vorwurf ist, die Konzentration auf wenige Anbieter aber Fragen aufwirft.
Neu ist außerdem die Seite Mitmachen. Dort stehen die aktuellen Aktionen von Generation City mit fertigen Mustertexten: ein Brief an die eigenen Abgeordneten zur persönlichen Haftung von Bundesministern und Anträge an Bundesministerien und bayerische Ministerien, die Beraterverträge offenzulegen.
Weiter zum Thema
- Sonderausstellung: Berater statt Beamte?
- Mitmachen: aktuelle Aktionen
- Sonderausstellung: Wer haftet wofür?
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Rechtliche Hinweise