25.10.2026 · Geldspur
Fast die Hälfte von Deutschlands Gold liegt im Ausland
Deutschland hat den zweitgrößten Goldschatz der Welt, aber nur gut die Hälfte davon im eigenen Land. 1.236 Tonnen lagern in New York, rund 140 Milliarden Euro wert. USA, Russland, China und Frankreich halten ihr Gold zu Hause.
Die Bundesbank besitzt rund 3.350 Tonnen Gold. 1.710 Tonnen lagern in Frankfurt, 1.236 Tonnen bei der US-Notenbank in New York und 404 Tonnen bei der Bank of England in London. Der Grund ist historisch: Das Gold wurde im Wirtschaftswunder an den großen Handelsplätzen erworben und blieb dort liegen. Heute verweist die Bundesbank auf die schnelle Verfügbarkeit von Dollar und Pfund im Krisenfall.
Andere Länder machen es anders. Die USA, Russland, China und Frankreich lagern ihr Gold im eigenen Land. Frankreich, die Niederlande und Indien haben in den vergangenen Monaten Gold aus den USA und Großbritannien abgezogen. Russland zeigt, warum das wichtig sein kann: Seine Devisen im Westen sind seit 2022 eingefroren, das Gold in Moskau nicht.
Der neue Abschnitt in der Geldspur stellt die Geschichte des deutschen Goldes dar, die Kritik des Bundesrechnungshofs von 2012, die Rückholung bis 2017, die aktuelle Debatte nach dem Grönland-Konflikt, einen Vergleich mit anderen Ländern und die Goldkäufe der BRICS-Staaten.
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